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Osteoporose

Fast jede Frau zwischen 40 und 60 Jahre, die zum Frauenarzt geht, erhält Informationen über Osteoporose und die Gefahr eine Osteoporose zu bekommen, während oder im Anschluß an die Wechseljahre. Den Frauen wird oft empfohlen Hormone zu sich zu nehmen, mit der Begründung, dass Östrogene und andere weibliche Hormone die Calciumaufnahme im Knochen erhöhen und somit einer Osteoporose entgegen wirken.

Osteoporose tritt immer früher auf. Waren früher hauptsächlich ältere Frauen betroffen, so sehen wir heute schon oft Patienten mit ca. 30 Jahren, die eine beginnende Osteoporose aufweisen. Außerdem sieht man auch bei immer mehr Männern dieses Krankheitsbild auftreten.

Diese beiden letzten Fakten sprechen gegen die Über-bewertung der Östrogentherapie.

Osteoporose ist eine Zivilisationserkrankung. Frauen und Männer sind ab dem 45. Lebensjahr immer mehr betroffen, wodurch die sekundären Probleme (Knochenbrüche) und auch die Kosten steigen.

Osteoporose bedeutet, dass die Relation zwischen Knochenabbau und -aufbau gestört ist. Dies kann durch mehrere Ursachen entstehen:

  • Bewegungsmangel
  • Ernährungsfehler
  • chronische Magen-, Darm-, Leber- und Nierenerkrankung
  • zu hoher Alkohol- und Kaffeekonsum
  • Rauchen
  • zu lange Medikamenteneinnahme wie z.B. von Kortison

Die wichtigste Ursache liegt an den nicht adäquaten Knochenaufbau und der -entwicklung bis zum 20. Lj., eine darauffolgende schlechte Stabilisation der Knochenmasse (20.- 35. Lj.) und zu großer Knochenverlust im Alter.

Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hat man hier durch ein gezieltes Trainingsprogramm einen großen Einfluss! Die vorbeschriebene Ruhe und Bewegungsreduktion wegen erhöhter Sturzgefahr unterstützten somit den Osteoporoseverlauf, und lassen die Lebensqualität erheblich sinken! Die Knochenqualität ist entscheidend, und nicht die oft gemessene Quantität der Knochenmasse!

Auch die Ernährung spielt eine mitentscheidene Rolle. Durch eine ausbalancierte Ernährung mit verschiedenen Einschränkungen, kann man das Osteoporoseproblem positiv beeinflussen. Phosphatreiche Nahrungsmittel (z.B. Cola, Wurst) unterstützen den Knochenabbau. Dagegen sind grüne Gemüsearten (z.B. Lauch, Fenchel, Spinat, Brokkoli) und Vollkornprodukte, Nüsse, Samen knochenaufbau-unterstützende Nahrungsmittel. Dies muss man in Verbindung mit Bewegung sehen.

Wir zeigen betroffenen Osteoporose-Patienten, welche Möglichkeiten es gibt, um ein weiteres Fortschreiten zu vermeiden und erstellen für Sie ein Programm. Auch für diejenigen, die zur Prävention beitragen wollen!